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Weltrecyclingtag – Recycling zwischen Sinn und Wandel

18.03.2024 Der Weltrecyclingtag, auch als Global Recycling Day bekannt, ist ein jährlich am 18. März stattfindender, internationaler Aktionstag. Ziel des Tages ist es die Bedeutung des Recyclings für die Umwelt und für die globale Wirtschaft ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Der Weltrecyclingtag wurde erstmals im Jahr 2018 von der gemeinnützigen Global Recycling Foundation ins Leben gerufen und wird seither weltweit von immer mehr Organisationen, Unternehmen und Gemeinschaften unterstützt.

Mit dem Weltrecyclingtag soll Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass sich Recycling lohnt. Er ermutigte Menschen dazu, Konsumgewohnheiten zu überdenken, um die Umweltwirkungen zu verringern. Recycling trägt weltweit zur Ressourcenschonung, zur Reduzierung von Deponieraum und dem Schutz der Arten und Umwelt bei, indem es den Bedarf an Primärressourcen und die damit verbundenen Umweltauswirkungen reduziert.

Während des Weltrecyclingtags werden auch bundesweit verschiedene Veranstaltungen, Workshops und Aktionen durchgeführt. Themen wie Abfalltrennung, Wiederverwendung von Materialien und nachhaltige Produktionspraktiken stehen bei der Aufklärungsarbeit im Fokus. Unternehmen nutzen diesen Tag auch, um Laien und Experten innovative Recyclingtechnologien und -initiativen zu präsentieren. Auch REMONDIS als international führendes Unternehmen der Kreislaufwirtschaft trägt nicht nur an diesem Tag nahezu weltweit dazu bei, Ressourcen zu schonen und nachhaltig verfügbar zu machen.

Die Botschaft des Weltrecyclingtags ist global. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, gemeinsam an nachhaltigen Lösungen zu arbeiten. Dies mit dem Ziel, die weiterhin bestehenden Herausforderungen im Zusammenhang mit dem weltweiten Abfallmanagement und Umweltschutz zu bewältigen. Es geht letztendlich darum eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten.

Entwicklung der Recyclingquote

Die 30. Ausgabe der Recyclingbilanz für Verpackungen vom 07. März 2024 dokumentiert eine positive Entwicklung beim Recycling von Kunststoffverpackungen. Laut der Autoren der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung ist die Recyclingquote von Kunststoffverpackungen im Jahr 2022 um 2,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, beim privaten Endverbrauch ist sogar eine Zunahme von 3,5 Prozentpunkten zu verzeichnen.

Die Gesamtrecyclingquoten für Kunststoffverpackungen liegen bei 65,6 Prozent für den Gesamtmarkt und bei 69,8 Prozent im Bereich des privaten Endverbrauchs.

Laut der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen konnten aber auch diese positiven Fortschritte im Bereich des Kunststoffrecyclings das bisher in der öffentlichen Wahrnehmung oft negative Bild über Plastik noch nicht vollständig ausräumen. Der Verbrauch von Kunststoffverpackungen nahm in 2022 gegenüber dem Vorjahr um 87 kt bzw. 2,6 Prozent ab und lag bei 3.239 kt. Der private Endverbrauch fiel gegenüber Vorjahr um 70kt bzw. um 3,4 Prozent auf 1.977kt und lag damit auf dem Niveau von vor 2015. Kunststoffe machten im Jahr 2022 knapp 17 Prozent des gesamten Verpackungsverbrauchs aus.

Bereits seit 2019 ist dieser rückläufige Trend zu beobachten. Unter anderem ist diese Entwicklung zurückzuführen auf: 

  • Ersatz von Kunststoff durch andere Materialien, insbesondere durch Lösungen aus Papier oder Papierverbunden
  • Zunahme von flexiblen Verpackungen; beispielsweise Nachfüllpackungen und Standbeutel.
  • Abnehmender Verbrauch von PET-Getränkeflaschen bis 2022
  • Stabile Nachfrage nach Thekenware im Supermarkt nach einem starken Trend zur Selbstbedienungsware
  • Zunahme von verzehrfertiger Portionsware
  • Schnelles Wachstum des Marktes für gekühlte Fertiggerichte

Weniger Verpackungen: Gut für die Umwelt, wirtschaftliche Herausforderung für Branche und Duale Systeme

Der positive Trend steigender Recyclingquoten bei gleichzeitig weniger Verpackungen bedeutet aber auch Herausforderungen für die Dualen Systeme. Zudem sank im Jahr 2023 die Nachfrage nach Industrieprodukten in Deutschland insgesamt und damit auch die Nachfrage nach Kunststoffverpackungen.

Die für 2025 angedachte Plastiksteuer könnte die wirtschaftliche Situation für die Branche noch verschärfen.

Umso bedeutsamer sind die Umsetzungen der gesetzlichen Vorgaben für den Rezyklateinsatz bei Kunststoffverpackungen, die sowohl in §21 VerpackG als auch in der kommenden EU-Verpackungsverordnung (PPWR) angelegt sind. Die PPWR sieht nach dem derzeitigen Stand der Beratungen Vorgaben für weitere Arten von Kunststoffverpackungen vor, die ab 2030 bzw. 2040 zu erreichen sind.

EKO-PUNKT bietet Unternehmen im Rahmen des Circular Contracting bereits heute die Möglichkeit, sich gegen einen potenziellen Rezyklatmangel zu versichern und nimmt eine Vorreiterrolle in diesem Bereich ein.

Tipps für Verbraucher

Damit Verpackungen recycelt werden können, müssen sie richtig entsorgt werden. Mit diesen Tipps für die gelbe Tonne bzw. den gelben Sack helfen Verbraucher aktiv beim Recycling. 

  • Das kommt rein
    In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören alle leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind beispielsweise Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons. 
  • Löffelrein ausleeren
    Bevor Verpackungen in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack entsorgt werden, müssen sie vollständig leer („löffelrein“) sein. Das gilt für Joghurtbecher genauso wie für Waschmittelflaschen. Ausspülen ist jedoch nicht nötig. 
  • Deckel und Verschlüsse abtrennen
    Deckel, etwa von Joghurtbechern oder Senftuben, von der Verpackung abtrennen und dann beides in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack werfen. Eine getrennte Entsorgung erleichtert den Sortierprozess und ermöglicht ein hochwertiges Recycling. 
  • Nicht stapeln
    Joghurtbecher und andere Verpackungen nicht ineinander stapeln, Getränkekartons & Co. flachdrücken und in die Gelbe Tonne/den Gelben Sack entsorgen. 

Mehr Tipps zum Thema Mülltrennung gibt es bei der Initiative Mülltrennung wirkt.
 

Über EKO-PUNKT
 
EKO-PUNKT ist das Duale System von REMONDIS. EKO-PUNKT hat sich als Kompetenzzentrum Verpackung auch auf die Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen spezialisiert. Mit seinem Verpackungslabor und einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit bietet EKO-PUNKT kompetente Beratungsleistungen auch für die Verpackungsindustrie. 

 

Ansprechpartner
 
EKO-PUNKT GmbH & Co. KG
Stefan R. Munz
Leitung Innovation und Nachhaltigkeit
Waltherstr. 49-51
51069 Köln
+49 221 964 897-61
Stefan.Munz@eko-punkt.de

Autor
 
EKO-PUNKT GmbH & Co. KG
Marco Haiplik
Marketing Manager
Waltherstr. 49-51
51069 Köln
+49 221 964 897-62
Marco.Haiplik@eko-punkt.de

 

Quellen:
https://www.recyclingmagazin.de/2024/03/08/kunststoffverpackungen-im-wandel/
https://newsroom.kunststoffverpackungen.de/2024/03/07/kunststoffverpackungen-im-wandel/ 
https://www.bmuv.de/veranstaltung/weltrecyclingtag
https://www.eko-punkt.de/rohstoffkreislauf/rezyklatlieferung/
https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/presse/presse-artikel/weltrecyclingtag-ohne-abfalltrennung-kein-recycling/ 
https://www.kunststoffe.de/a/fachartikel/menge-abfallaufkommen-und-recycling-5581044 

Bildnachweis:
fuenf6 - Stretz


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