• Verpackungsentsorgung – ein Thema nicht nur für klassische Einwegverpackungen wie zum Beispiel Pommesschalen

Verpackungsentsorgung – ein Begriff, der eigentlich zu kurz greift

Im Zuge des Verpackungsgesetzes und der Lizenzierung ist immer wieder von Verpackungsentsorgung die Rede. Das ist insofern nachvollziehbar, als es aus Sicht der Unternehmen um die Entsorgung von Verpackungen im Sinne der Erfüllung von Rücknahmepflichten geht. In Wirklichkeit verbirgt sich hinter dem Begriff und dem Gedanken der Verpackungsentsorgung etwas anderes und wesentlich Nachhaltigeres. Gemeint ist im Grunde nicht Verpackungsentsorgung, sondern Verpackungsrecycling. Denn Verpackungen sind Wertstoffe. Getrennt gesammelt, sortiert und wiederverwertet bzw. aufbereitet helfen sie, natürliche Ressourcen zu schonen.

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So wird aus Verpackungsentsorgung nachhaltiges Wirtschaften

    • Die Abfallwirtschaft hat längst erkannt, dass Abfall ein kostbarer Wertstoff ist. Sortenrein gesammelt kann nahezu alles, was bei Unternehmen und Endkonsumenten anfällt, aufbereitet und erneut der Produktion zugeführt werden. Die REMONDIS-Gruppe – zu der auch EKO-PUNKT gehört – zählt in der Recyclingwirtschaft weltweit zu den Marktführern. Es gibt nahezu nichts, was REMONDIS nicht in den Stoffkreislauf zurückführen kann. Beispiele für Recyclingprozesse unterschiedlicher Material- bzw. Abfallarten haben wir Ihnen im Folgenden zusammengestellt.

  • Glas

      • Glas ist beliebig oft und nahezu ohne Qualitätsverlust recycelbar. Altglas ist heute der wichtigste Rohstoff für neue Glasverpackungen. Ein Großteil des in Deutschland gesammelten Altglases wird recycelt. Nur ca. zehn Prozent gehen in die alternative Verwertung und werden zu Bestandteilen von Glaswolle oder andere Baustoffen.

      Glas wird vom Endverbraucher in den Glascontainern nach Farben sortiert entsorgt, was die spätere Aufbereitung erleichtert. In Deutschland gibt es heute über 300.000 Depot-Containerplätze, die eine flächendeckende Entsorgung sicherstellen.

      Aufbereitungsprozess

      Nach der Sammlung wird das Glas in einer Aufbereitungsanlage sortiert, zerkleinert und gereinigt. Hier sind vor allem das Entfernen von Fremdkörpern und die erneute exakte Trennung nach Farben von besonderer Bedeutung. Anschließend werden die reinen Glasgranulate in Glashütten weiterverarbeitet, das heißt geschmolzen und mit anderen Rohstoffen (zum Beispiel Quarzsand oder Soda) zu neuen Gefäßen geformt.


    Papier

      • Papier ist ein natürliches Material, das – ähnlich wie Glas – problemlos auch mehrfach recycelt werden kann. Die Papierindustrie setzt zur Herstellung ihrer Produkte zu über 60 Prozent gesammeltes Altpapier ein. Umweltschutzpapiere und Recyclingpapiere bestehen sogar zu 100 Prozent aus Altpapier. Die Papierherstellung aus Altpapier ist umweltschonend: Frischwasserverbrauch, Abwasserbelastung und Energiebedarf reduzieren sich durch die Verwendung von Altpapier.

      Hauptrohstoff für die Neuherstellung von Papier ist Zellstoff, der in einem sehr energieaufwändigen Verfahren aus Holz gewonnen wird. Um nur eine Tonne Zellstoff zu gewinnen, werden zwei Tonnen Holz benötigt. Ohne Altpapier hätten wir ein Problem, denn: Unser hoher Papierverbrauch kann nicht vollständig mit heimischem Durchforstungsholz gedeckt werden, ein Großteil müsste aus Zellstoffen ausländischer Herkunft gewonnen werden. Zu der Fraktion Papier zählen – neben dem reinen Papier – auch unbeschichtete Kartons und Pappe.

      Aufbereitungsprozess

      In Papiersortieranlagen werden die Papiere mechanisch und manuell nach Qualität sortiert und zu Ballen gepresst. Anschließend gelangt das Altpapier in die Papierfabrik, wo es mit Wasser aufgeschwemmt in seine Bestandteile aufgespalten und zerfasert wird. Fremdstoffe werden abgeschieden, und nachdem dem Papierbrei das Wasser in mehreren Schritten wieder entzogen wurde, ist der Weg für die Herstellung neuer Papierprodukte frei.


    Weißblech

      • Weißblech ist der Klassiker der Langzeitverpackung und umhüllt meist Lebensmittel oder Getränke. In Deutschland werden derzeit jährlich rund 530.000 Tonnen Weißblech unter anderem in Form von Dosen, Deckeln oder auch Kronkorken verwendet.

      Aufbereitungsprozess

      Rund 80 Prozent aller Weißblechverpackungen werden heute recycelt. Nach der Sammlung wird das Leichtverpackungsmaterial durch Magnete getrennt, gepresst und an die Stahlindustrie weitergegeben. Dort wird es geschmolzen und zu neuen Produkten verarbeitet. Aus den recycelten Verpackungen entstehen neue, hochwertige Stahlprodukte. Das Packmaterial Weißblech lässt sich unbegrenzt und ohne Qualitätsverlust wiederverwerten.


    Aluminium

      • Aluminium ist ein Leichtmetall und wird zum Beispiel für Joghurtdeckel verwendet. Es ist recyclingfreundlich und kann beliebig oft und nahezu ohne Qualitätsverlust recycelt werden. Häufig fällt Aluminium in Verbindung mit anderen Verpackungsmaterialien an. Daher wird es in der Sortieranlage zunächst von diesen getrennt und anschließend zu Ballen gepresst.

      Aufbereitungsprozess

      Nach der Zerkleinerung in der Verwertungsanlage und einer thermischen Vorbehandlung wird das geschmolzene Aluminium in Barren gegossen und anschließend zu neuen Verpackungen oder zu anderen Gegenständen verarbeitet. Dies ist wesentlich umweltfreundlicher als die Aluminiumherstellung aus Bauxit.


    Kunststoff

    • Recyclingprodukte aus Kunststoff erobern immer mehr Einsatzbereiche. In der Hauptsache werden fünf Sorten unterschieden:

      > SorteProduktbeispiel
      PE (Polyethylen)Folienverpackungen
      PS (Polystyrol)Becherverpackungen für Milchprodukte
      HD-PE (hoch verdichtetes Polyethylen)Kunststoffflaschen
      PP (Polypropylen)Kunststoffflaschen
      PET (Polyethylenterephthalat)Getränkeflaschen
      • Verpackungen aus Polyethylenterephthalat (PET) werden zunehmend beliebter und immer häufiger als Verpackungsmaterial – vor allem für Getränke – eingesetzt. PET ist leicht und bruchfest. Aus gebrauchten PET-Flaschen lässt sich ein Rezyklat gewinnen, das zur Herstellung neuer Getränkeflaschen genutzt wird.

      Aufbereitungsprozess

      Kunststoffe werden nach Arten sortiert, zerkleinert, gewaschen und dann nach Dichte getrennt und getrocknet. Nach dem Schmelzen werden aus dem entstandenen Granulat in verschiedenen Verfahren neue Kunststoffprodukte gefertigt.

      Mischkunststoffe

      Mischkunststoffe bestehen aus verschiedenen Kunststoffarten. Eine Trennung ist nur unter großem technischem Aufwand möglich. Daher werden Mischkunststoffe meist über eine rohstoffliche Verwertung in ihre Ausgangsbestandteile Öl und Gas zurückgeführt. Außerdem stehen sie der Stahlindustrie als Energielieferant zur Verfügung.


    Verbundstoff

      • Flüssige Lebensmittel – wie zum Beispiel Getränke – werden häufig in Verbundverpackungen abgefüllt. Diese haben verschiedene Schichten, meist handelt es sich um Karton und Kunststoff (PE), teilweise beinhalten sie auch Aluminiumanteile. Durch das Recycling der Verbunde entstehen beispielsweise Hygienepapiere oder Wellpappen. Der Aluminiumanteil der Verpackungen wird industriell verwendet.

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